Emily Wittbrodt

Foto: Ludwig Kuffer

Emily Wittbrodt

Mit Präzision, Humor und Eleganz überträgt Wearing Words eine beinahe barocke Sensibilität in das Terrain der Popmusik – mit einer Ausdruckskraft, wie man sie etwa von Rufus Wainwright oder Anohni kennt.

Emily Wittbrodts „Wearing Words“ ist ein Zyklus aus zehn Instrumentalstücken und Songs mit einer ungewöhnlichen Besetzung: Cembalo, Cello, Schlagzeug, Klarinette, Akkordeon und Tenor. Wittbrodts Texte sind in fragile melodische Formen eingebettet, die von der beeindruckenden Stimme des Opernsängers Sandro Hähnel getragen werden.

Für Wearing Words entschied sich Wittbrodt, die Melodien zunächst mit einer Art Blindtext zu schreiben, indem sie Worte und Silben einfügte, die zur Form der komponierten Melodien passten. Ausgehend von diesem leeren Abdruck einer Melodie suchte sie anschließend sorgfältig nach passenden Worten, um die melodischen Strukturen zu füllen.

In Wearing Words verbindet Wittbrodt ihre lebenslange Faszination für Sprache und Poesie mit ihrem ausgeprägten Interesse an ungewöhnlichen Besetzungen und klassischen Kompositionsformen wie dem Lied, dem Musiktheater oder barocken Rezitativen und Arien.

Emily Wittbrodt – Wearing Words

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